UNERWARTUNGEN

Mit der Überschrift "Unerwartungen" zielt die Künstlerin über die Form der Negation auf die umgangssprachliche Beschreibung von Dingen, die vom gängigen Maß abweichen. Im Zyklus reflektiert sie die Dauerpräsens der sozialen Medien in Alltag und Beruf. Die Darstellung menschlicher Figuren im Umgang mit mobilen Medien gibt das Thema vor und ist eingebunden in eine symbolisch aufgelandene Bildsprache. Sie erschafft atmorsphärische Licht- und Farbräume von geheimnisvoller Tiefenwirkung...

Bildräume schweben, geben den Figuren in ihnen keinen Halt. Zuweilen greift die Künstlerin auf Mittel der perspektivischen Tiefenführung zurück und negiert zugleich die Illusion realer Räumlichkeit, indem sie etwa eine übersteigerte Sogwirkung inszeniert ...

Marina Lörwald versetzt ihre Protagonisten in ein unüberschaubares und oft auch gefährlich anmutendes Umfeld, das allerdings ebenso als unbegrenzte Freiheit verstanden werden könnte. Mit malerischen Mitteln der Bewegung und Auflösung verweist sie auf die unterschiedlichen Wirklichkeits- und Wahrnehmungsebenen.

 

Ausschnitt aus einem Text von Frau Dr. Angela Wilms-Adrians


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